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Wie gefährlich ist Mindanao

Wie gefährlich ist Mindanao

Dies ist ein Gastbeitrag von JoBu. Er hat schon einige Jahre auf den Philippinen verbracht, und lebte für längere Zeit auf Mindanao. Er ist ein absoluter Kenner des Landes, und ich freue mich sehr, dass er diesen Beitrag für meine Leser geschrieben hat!

JoBu schreibt: Ich lebe jetzt seit sieben Jahren auf Mindanao. Davor bin ich drei Jahre lang regelmäßig auf die Philippinen gereist und habe während dieser Zeit auch etwa ein Jahr lang auf Mindanao in einem Krisengebiet in der internationalen Nothilfe gearbeitet. Von ‘den Moslems’ ganz allgemein hat man hier wirklich nichts zu befürchten. Das Zusammenleben von Moslems und Christen klappt hier meiner Erfahrung nach besser als in Deutschland, wenn es um Integration der verschiedenen Religionen geht. Ich habe sehr viele gute moslemische Freunde hier, und fast ebenso viele katholische Freunde. Bedenkt man, dass die Moslems hier eigentlich zuerst waren und Mindanao dann später erst von den Amerikanern und dann von der Philippinischen Regierung ‘übernommen’ wurde, stellt sich das für mich als noch mehr verwunderlich dar.

Die Abu Sayyaf, die den deutschen Segler entführt und ermordet hat, wird unter meinen moslemischen Freunden hier als “Gangstertruppe” gewertet – nicht als gläubige Moslems. Allgemein denkt man hier eher, die sind zu faul einer geregelten Arbeit nachzugehen und betrachten Entführung als legitime Einnahmequelle. Die Verbindung mit ISIS… naja… vielleicht einfach nur “Trittbrett fahren”. Weil es den schlechten Ruf halt noch etwas schlechter macht. Das hilft den Opfern sicher nicht, vergrößert aber den ‘Respekt’ bzw. die Angst vor dieser Gruppe.

Außerdem darf man bei der organisierten Kriminalität hier auf den Philippinen nicht vergessen, dass es zum einen sehr viele sehr arme Menschen und zum anderen viele verschiedene Interessengruppen gibt. Und die eigene Familie geht in der Regel immer über alles. Insofern kann man durchaus auch recht starke Zusammenhalte zwischen ‘normalen’ Menschen und Menschen der eher kriminellen Sorte finden. Viele der diversen Bandenmitglieder sind in der Bevölkerung bekannt. Man erkennt ihre Gesichter, man warnt sich gegenseitig wenn einige von ihnen gesichtet wurden, aber Hinweise die letztendlich zu einer Verhaftung führen gibt es offensichtlich nicht besonders viele.

Und man kann auch immer wieder erfahren, dass neben den verschiedenen kriminellen Banden wie Abu Sayyaf und NPA auch Polizisten, Armeeangehörige oder Lokalpolitiker in Entführungen verwickelt oder direkt beteiligt sind. Das gleiche trifft auch auf den Drogenhandel hier zu. Ich habe das Gefühl, dass sich die kriminellen Banden in letzter Zeit etwas stärker auf Entführungen konzentriert haben, seitdem der derzeitige Präsident Duterte extrem hart gegen die Drogenkriminalität (Händler UND Konsumenten) vorgeht. Und man macht auch vor Moslems nicht Halt. JEDER der in der Lage zu sein scheint, ein beträchtliches Lösegeld aufbringen zu können ist ein mögliches ZIEL. Dies trifft insbesondere auf Politiker, Geschäftsleute und ausländische Touristen zu.

Also wenn man hier lebt, am Besten ‘low profile‘ zeigen. Das heißt insbesondere in bestimmten Gegenden keine großen Geschäfte ankurbeln, nicht auf ‘dicken Hose’ machen, keine regelmäßigen Routinegänge machen (z.B. jeden Morgen zum Bäcker an der Ecke oder zu festen Zeiten immer in das selbe Sportstudio), immer das Umfeld beobachten und dabei auf Leute oder Fahrzeuge achten, die einem zu folgen scheinen. Zugegeben, das klingt alles etwas paranoid, aber wenn man hier länger an einem Ort bleibt, ist das meiner Ansicht nach eine ‘gesunde’ Einstellung.

Wer sich in den Rotlichtvierteln oder in Nachtclubs aufhält, setzt sich mit Sicherheit einem erhöhten Risiko aus. Wie in anderen Ländern in solchen Gefilden auch. Hier kommt dann noch die Gefährdung der Ansteckung mit HIV hinzu. Es scheint so, dass viele Touristen (insbesondere die männlichen) glauben, dies sei auf den Philippinen nicht so sehr verbreitet. Jungs… jetzt müsst ihr stark sein… dieser Irrglaube wird dadurch bestärkt, dass man hier bis vor sehr wenigen Jahren keine regelmäßigen Untersuchungen vorgenommen oder Studien veröffentlicht hat. Ich habe – wie eingangs erwähnt – in 2009 hier auf Mindanao in einem medizinischen Nothilfeprojekt gearbeitet. Dementsprechend bin ich auch mit gesundheitsrelevanten Informationen versorgt worden. Einer unserer persönlichen Freunde ist beruflich in dem Sektor tätig. Er hatte hier vor wenigen Jahren auf den Philippinen eine längere medizinische Studie zu HIV und AIDS betrieben und seine Berichte waren recht erschreckend (täglich neue Infizierte entdeckt). Die Zahlen schienen sich seiner Meinung nach nicht so stark von anderen Asiatischen Ländern zu unterscheiden. Tendenz steigend. Anyway… das… ein Abschweifen… aber es gehört zur persönlichen Sicherheit.

Kommen wir nochmal kurz zurück zu den terroristischen Aktivitäten hier auf den Philippinen. Genau genommen verteidigen die Moslems hier ihr Land. Hier ein ganz grober geschichtlicher Abriss: Während der über 330-jährigen Besetzung haben die Spanier zwar mehrere Versuche unternommen, sich Mindanao ebenfalls einzuverleiben, sind damit jedoch immer gescheitert. Als die Philippinen später von den Spaniern an die Amerikaner fielen, wurde Mindanao ungerechtfertigter Weise mit in den angeblichen Anspruch des kolonialen Eroberungsrechts aufgenommen. Dass dies nicht stimmte fiel zwar später auf, dennoch wurde Mindanao durch ein politisches Manöver dem Philippinische Nationskonstrukt einverleibt weil es wegen seiner Bodenschätze von hohem wirtschaftlichen Interesse war. Die ursprünglichen (moslemischen) Bewohner wurden quasi enteignet und in den fünfziger Jahren wurde von der philippinischen Regierung in Manila dann die Einwanderung christlicher Siedler gefördert. Also ein ähnliche Geschichte wie in vielen anderen Ländern, wo die eigentlichen Ureinwohner mit Betrug und Gewalt verdrängt wurden. Und da wundert man sich über Rebellen? (Das soll nicht heißen, dass ich die Rebellen gut finde. Aber ich verstehe die Hintergründe des Konfliktes.)

By the way… ich habe bislang noch von keinem einzigen Selbstmordattentäter auf den Philippinen gehört oder gelesen. Die Filipinos lieben und genießen das Leben so wie sie ihre Familien und das Familienleben lieben und genießen.

JoBu – ich danke dir für diese informative Schilderung der Sicherheitslage auf Mindanao!

Diskussion: was erwartet ihr euch von Duterte?

Diskussion: was erwartet ihr euch von Duterte?

In den Siebzigerjahren hatten die Philippinen einen höheren Wohlstand als Singapur. Heute hinken die Philippinen in vielen Belangen hinter den meisten südostasiatischen Ländern hinterher.

Korruption ist sehr stark verbreitet, ein Großteil der Bevölkerung ist arm und muss für sehr wenig Geld arbeiten. Unter Präsident Benigno Aquino ist die Wirtschaft zwar jährlich um 6 bis 7 Prozent gewachsen, aber beim Volk ist davon nicht viel angekommen. Verbesserungen im Land sieht man nicht wirklich.

Die Kriminalität auf den Philippinen ist sehr hoch. Ein Menschenleben zählt nicht viel. Duterte will mit Korruption und Kriminalität aufräumen. Er verspricht, in sechs Monaten die Korruption stark einzudämmen, und zehntausende Kriminelle zu töten.

Das kommt bei vielen Filipinos gut an, denn die Bevölkerung leidet unter der hohen Kriminalität. Glaubt hier nicht Statistiken, denn viele Filipinos zeigen Straftaten nicht bei der Polizei an, da von dort kaum eine Unterstützung zu erwarten ist.

Filipinos wünschen sich eine Verbesserung im Land. Selbst die Einführung des Kriegsrechtes (wie unter der Herrschaft von Marcos) würde von vielen akzeptiert werden, wenn sich dadurch Kriminalität und Korruption unter Kontrolle bringen lassen.

Duterte hat in Davao Wunder bewirkt. Aus einer sehr gefährlichen Stadt wurde eine der sichersten Städte weltweit. Die Hoffnung ist groß, dass Duterte dies auf das ganze Land umsetzen kann. Doch Duterte polarisiert auch: viele lieben seine Erfolge, und finden, dass seine Methoden angebracht sind. Andere sehen das kritischer.

Für uns aus westlichen Ländern mögen die Methoden sehr harsch klingen. 1.400 von Todesschwadronen getötete Kriminelle gefallen einem typischen Grünwähler nicht. Wenn man allerdings bedenkt, wie viele unschuldige Menschen in diesem Zeitraum ermordet worden wären, wie viele Menschen Opfer von Kriminellen geworden wären – dann relativiert sich das.

Wie seht ihr das?

Was erwartet ihr euch vom neuen Präsidenten Duterte?

Duterte – Fakten über den neuen Präsidenten

Duterte – Fakten über den neuen Präsidenten

Rodrigo Duterte – auch “The Punisher” und “Dirty Harry” genannt – wird am 30. Juni den Amtseid als neuer Präsident der Philippinen leisten. Er gewann die Wahl am 9. Mai mit großem Vorsprung.

Viele Filipinos legen große Hoffnung in Duterte, und erwarten, dass er für das Land große Veränderungen und Verbesserungen schaffen kann, wie er es für Davao tat.

Interessante Fakten über Duterte:

  • Rodrigo Duterte ist 71 Jahre alt (geboren am 28. März 1945). Seit 1988 ist er Bürgermeister von Davao (mit 2 Unterbrechungen). Er ist studierter Jurist, und arbeitete als Staatsanwalt in Davao, bevor er 1986 Vizebürgermeister von Davao wurde.
  • Vor 1988 hatte Davao eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Heute gilt Davao als mit großem Abstand sicherste Stadt der Philippinen, und als eine der sichersten Städte weltweit. Davao ist wesentlich sicherer als die meisten Städte in Europa.
  • Duterte gilt als sehr hart, aber gerecht. Mit eiserner Faust regiert er die Stadt. Gesetze werden eingehalten (was auf den Philippinen nicht üblich ist), die Korruption ist stark eingeschränkt, Geschwindigkeiten, Gurtenpflicht und Helmpflicht werden eingehalten.
  • In Davao herrscht Rauchverbot. Eine bekannte Anekdote: als ein Tourist in einer Kneipe eine Zigarette rauchte, kam Duterte dazu. Mit vorgehaltenem Revolver zwang er diesen Touristen, die Zigarettenkippe zu schlucken.
  • Rund 1.400 Kriminelle wurden in Davao während seiner Amtszeit von Todesschwadronen getötet.
  • Duterte will die Todesstrafe wieder einführen für Verbrechen wie Drogenhandel, Mord und Vergewaltigung. Die Todesstrafe wurde auf den Philippinen 2006 abgeschafft.
  • Mit seinem Motorrad oder mit dem Taxi macht er regelmäßig Nachtpatrouillen in Davao, um zu checken, wo es Probleme gibt, und ob kein Polizist im Dienst schläft.
  • Duterte setzt sich für Minderheiten ein: jeder soll repräsentiert werden. Er unterstützt auch stark die indigene Bevölkerung, und setzt sich gegen Diskriminierung von Muslimen ein. Auch für die Rechte von Homosexuellen und Behinderte setzt er sich ein.
  • Duterte respektiert die Anliegen der Linken (der NPA – New People´s Army), aber setzt sich gegen ihren bewaffneten Widerstand ein.
  • Er bietet den muslimischen Rebellen Friedensgespräche an, und arbeitet daran, diese zu integrieren. Wenn diese jedoch ihren Terrorkampf weiterführen, und die gefangen gehaltenen Geiseln nicht freilassen, wird er mit Vehemenz gegen sie kämpfen.

Privates:

  • Von 1973 bis 2001 war er mit Elizabeth Zimmermann verheiratet, welche deutsch-amerikanische Vorfahren hat. Mit ihr hat er drei Kinder. Sein Sohn Paolo ist mit einer Muslima verheiratet, und zum Islam konvertiert. Vier von acht seiner Enkelkinder sind Muslime. Mit seiner jetzigen Frau hat er ein Kind, welches in den USA geboren wurde, und einen US-Pass besitzt.
  • Duterte bevorzugt einen einfachen Lebensstil. Er mag keine protzigen Autos, und fährt neben seinem Dienstwagen (ein Pickup) einen alten VW Käfer. Er liebt große Motorräder. Zuvor hatte er eine gebrauchte Harley Davidson, jetzt fährt er eine Yamaha Virago.
  • Er ist ein Bücherwurm. Duterte liest gerne Biographien, Romane und Bücher über Wirtschaft und philippinische Geschichte.
  • Sein Vermögen beläuft sich auf rund 22 Millionen Pesos.

Ausrutscher von Duterte:

  • Als Duterte bei einem Papstbesuch in Manila 5 Stunden im Stau  steckte, sagte er: dieser Hurensohn soll verschwinden. Er will sich dafür persönlich beim Papst entschuldigen.
  • Zu einer Gruppenvergewaltigung einer australischen Missionarin in Davao sagte er bei einem Wahlkampfauftritt: Er sei wütend, dass diese Frau vergewaltigt worden sei. Aber als Bürgermeister hätte er das Recht haben sollen, der erste zu sein, der die Frau vergewaltigt. Er entschuldigte sich für diese Aussage, und meinte: manchmal spricht er schneller, als er denkt.

Wasserfall Tour im Süden von Cebu

Wasserfall Tour im Süden von Cebu

Wer auf Wasserfälle steht, und sich gerne in klarem, kalten Wasser erfrischt, dem kann man eine Wasserfall Tour im Süden von Cebu empfehlen. Ich stelle hier 4 Wasserfälle vor – es gibt aber eine noch größere Auswahl an Wasserfällen in der Gegend. Die hier beschriebenen Wasserfälle sind alle einfach zu erreichen, der Eintritt beträgt im Bereich von 20 bis 50 Pesos – und der Besuch jedes dieser Wasserfälle kann empfohlen werden.

Man kann auch alle vier Wasserfälle bequem an einem Tag besuchen, da sie nicht so weit voneinander entfernt sind.

Tumalag Falls

Tumalag Waterfalls CebuDie Tumalag Falls befinden sich in der Nähe von Oslob, dass  für seine Walhai-Beobachtungen bekannt ist. Nach dem du mit Walhaien geschnorchelt hast, bietet sich ein Ausflug zu den nahen Tumalag Falls an, um dich abzukühlen und zu erfrischen.

Der Wasserfall ist ca. 20 Minuten von Oslob entfernt. Vom Parkplatz sind es noch 500 Meter bis zu den Fällen. Du kannst dich auch für 50 Pesos mit einem Moped hinfahren lassen, der Weg vom Parkplatz zu den Fällen ist sehr steil.

Der Wasserfall ist sehr beeindruckend – sieht irgendwie aus, wie aus einem Fantasy Film – und bietet sich sehr gut zum Baden an.Tumalag Waterfalls Cebu

Aguinid Falls

Ca. 20 km vom Oslob Tauch- und Walhai-Zentrum in südliche Richtung befinden sich die Aguinid Falls.

Es ist einer der schönsten Wasserfälle im Süden von Cebu. Die Wasserfälle haben 5 Levels. Die unteren Level sind einfach zu überwinden, die letzten zwei Level etwas anspruchsvoller. Packt auf jeden Fall eure Sachen in wasserdichte Taschen, denn ihr werdet sehr nass werden, da ihr teilweise durch den Wasserfall klettern müsst. Aguinid Waterfalls in Cebu

Binalayan Hidden Waterfall

Der Binalayan Hidden Waterfall wird auch als Triple Drop Fall bezeichnet. Nur ca. 5 Minuten von den Aguinid Falls entfernt. Leicht zu erreichen.Binalayan Hidden Waterfall in Cebu

Dao Falls

Der Dao Wasserfall ist der größte Wasserfall in dieser Gegend. Ca. 15 Minuten nach den Binalayan Hidden Falls in Richtung Moalboal siehst du an der Hauptstrasse ein Hinweisschild. Dann noch rund 5 Minuten bergauf mit dem bike oder Auto. Ein ca. 20 minütiger Fussweg bringt dich durch eine schöne Landschaft und über eine Hängebrücke zu dem Wasserfall. Sehr angenehm zum Baden!Dao Waterfalls in Cebu

Ausflüge rund um Dumaguete

Ausflüge rund um Dumaguete

Nachdem ich vor ein paar Wochen einen Artikel über die Twin Lakes geschrieben habe, und empfohlen habe, diese nicht zu besuchen, möchte ich euch diesmal beschreiben, wohin ihr schöne und lohnende Ausflüge machen könnt, wenn ihr in Dumaguete seid. Falls ihr als Touristen durchreist, und kein eigenes Fahrzeug habt, dann könnt ihr euch in Dumaguete Mopeds ausleihen. Kosten um die 300 Pesos pro Tag. Fahrt eine kurze Proberunde, wenn ihr das Moped übernehmt, dann nicht alle sind in bestem Zustand. Aber die Vermieter sind bemüht und ok, machen keine Schwierigkeiten.

Lake Balanan

Fahrt zu Lake BalananFahrt mit dem Moped nach Siaton, dauert von Dumaguete aus eine knappe Stunde. Kurz nach Siaton kommt eine Brücke, und direkt danach zweigt ihr rechts Richtung Lake Balanan ab. Sind jetzt noch ca. 10 km bis zum See, die Hälfte dieser Strecke ist Schotterstrasse. Eintritt ist 50 Pesos. Am See könnt ihr Spazieren gehen, oder eine Bootsfahrt machen. Es gibt auch Piknikplätze und ein Restaurant. Danach kühlt euch in den nahe gelegene Pools ab. Da Lake Balanan etwas abseits ist, kommen unter der Woche nur wenige Leute her. Oft könnt ihr die Pools für euch alleine haben. Ich war mehr als 10 Mal hier, die Hälfte davon hatten wir die Pools für uns alleine, die anderen Male waren auch nur wenige Leute hier. Auf dem Rückweg stoppt zum Mittagessen im “Buy The Way”. Rund 10 km von Siaton entfernt direkt am Highway. Österreichische Küche! Hat derzeit nur am Wochenende offen. Oder fahrt zur Tambobo Bay und esst im “Tongo Sail Inn” Ressort.Lake Balanan pools-lake-balanan

Hot Springs bei Dauin

Dauin Hot SpringsCa. 3 Kilometer nach Dauin müsst ihr rechts abbiegen Richtung Berge. Ihr müsst euch durchfragen, denn ausgeschildert ist die Abzweigung nicht. Vom Highway sind es 8 km zu fahren, teils Schotter, teils Asphalt. Die letzten paar Hundert Meter sind sehr schlechte Schotterpiste.  Vom Parkplatz sind es dann ca. 10 Minuten zu gehen. Vor ein paar Jahren wurden die Hotsprings von einer Springflut arg in Mitleidenschaft gezogen. Die Pools sind aber wieder einsatzbereit. Eintritt muss man seitdem nicht mehr zahlen. 4 kleine Pools mit teils sehr heißem Wasser erwarten euch. Abkühlen könnt ihr euch im vorbeifließenden Bach.

Red Rock Hot Springs

Red Rock Hot SpringsCa. eine halbe Stunde von Dumaguete entfernt. Es geht von Dumaguete in die Berge, Richtung Geothermisches Kraftwerk. Ihr werdet ein paar Kilometer außerhalb von Dumaguete an einen Fluß kommen, welchem die Straße folgt. Bald kommt ihr an eine Stelle, wo heißer Schwefeldampf direkt neben der Strasse aus den Felsen tritt. Danach rechts abbiegen, und gleich seid ihr da. Eintritt ist 25 Pesos. Erwartet nichts Grosses, aber es ist angenehm, dort ein heißes Bad zu nehmen.   Red Rock Hot Springs    

Red Rock Waterfall

Wenn ihr von den Red Rock Hot Springs noch ca. einen Kilometer weiter bergauf fahrt, kommt ihr zu einem Wasserfall. Es gibt auch zwei Pools zum Schwimmen dort, welche von kaltem Flusswasser gespeist werden. Eintritt 20 Pesos.Red Rock Waterfall Pool bei Red Rock Waterfall

Casaroro Falls

Fahrt nach Valencia, ca 8 km außerhalb von Dumaguete. Von dort geht es noch ein paar Kilometer Richtung Berge. Ihr fahrt bis ans Ende der Asphaltstrasse. Stellt dort euer Moped ab. Dort zahlt ihr 10 Pesos Eintritt. Jetzt geht es 335 Stufen bergab. Dann folgt ihr dem Fluss für ein paar Hundert Meter, bis ihr um eine Abzweigung kommt, und den Wasserfall seht. Bis vor ein paar Jahren gab es einen schönen Pfad zum bequemen Gehen. Aber eine Sturzflut vor ein paar Jahren hat den Weg zerstört. Nun müsst ihr am Flussbett entlang über Steine und Geröll laufen. Stellt aber kein großes Problem dar. Casaroro Falls Weg zu Casaroro Falls

“Bullet scam” am Flughafen von Manila – und wie du vorbeugen kannst

“Bullet scam” am Flughafen von Manila – und wie du vorbeugen kannst

Normalerweise ist der Job von Security Mitarbeitern an Flughäfen das Auffinden und die Beschlagnahme von gefährlichen Gegenständen. Aber am Flughafen von Manila – NAIA (Ninoy Aquino International Airport) – gibt es seit einiger Zeit den sogenannten “bullet scam”. Flughafenmitarbeiter, Taxifahrer, und vor allem Sicherheitskräfte schmuggeln Patronen und Munition in Taschen von unbedarften Reisenden. Die Patronen werden dann beim Röntgen des Gepäcks “gefunden”. Die Sicherheitskräfte verlangen dann eine Strafzahlung, und drohen bei Nichtbezahlung mit Gefängnisstrafe.

Der illegale Besitz von Munition wird auf den Philippinen mit bis zu 12 Jahren Gefängnis bestraft. Die geforderten Strafen reichen von 500 Pesos bis 30.000 Pesos. Die Sicherheitskräfte verlangten aber auch Summen bis zu 2.000 USD. Mehrere Reisende endeten für ein paar Tage im Gefängnis, weil sie sich weigerten, zu zahlen.

Ein Beispiel von vielen: Im September diesen Jahres wurde ein 20-jähriger Missionar aus den USA Opfer dieses Bullet scam. Security wollte von ihm eine Strafe von 2.000 USD. Als er sich weigerte, zu bezahlen, brachten sie ihn ins Gefängnis. Erst nach 6 Tagen und einer Kautionszahlung von 2.500 USD kam er frei.

Diesen scam gibt es am Flughafen von Manila schon seit ein paar Jahren. Mr. Abaya, Transport Secretary, gab als Zahlen für dieses Jahr 1.394 gemeldete Fälle an. 2014 waren es 1.813, und 2013 2.184 Fälle.

Man wundert sich, wie es sein kann, dass obwohl dieser bullet scam seit Jahren bekannt ist, und für grosse Aufmerksamkeit bei Medien, Bevölkerung und Politikern sorgt, immer weitere Fälle vorkommen. In der letzten Woche wurde scheint sich die Lage erneut zugespitzt zu haben, da dieser scam vermehrt auftrat.

Seit 2010 wurden 40 Mitarbeiter des Flughafens vom Dienst wegen Erpressungen suspendiert.

Von 2011 bis 2013 wurde NAIA von einer populären Reise-Webseite zum schlechtesten Flughafen Asiens gewählt. Es wäre nicht überraschend, wenn sich dieser Flughafen dieses Jahr diese unrühmliche Krone zurückholen würde.

Wie kannst du vorbeugen, Opfer des bullet scam zu werden:

  • Habe dein Gepäck stets bei dir, und achte darauf, dass niemand Zugriff auf dein Gepäck haben kann.
  • Viele Reisende lassen ihr Gepäck mit einer Plastikhülle umwickeln. Dieses Service wird am Flughafen angeboten, und kostet 160 Pesos pro Gepäckstück.
  • Verwende Hartschalenkoffer, und vermeide Taschen mit vielen Außentaschen.
  • Verwende Schlösser für alle Zippverschlüsse.
  • Wenn jemand von dem Sicherheitspersonal deine Tasche durchsuchen möchte, verlange, dass ein Supervisor oder andere Zeugen dabei sind. Versuche, so viel Offizielle als möglich dabeizuhaben.
  • Wenn sie eine Patrone in deinem Gepäck finden, berühre sie nicht, so dass deine Fingerabdrücke nicht auf die Patrone kommen.
  • Im Ernstfall informiere umgehend deine Botschaft, und falls du einen Anwalt kennst, diesen.